Aufklärung, Dialog oder Event? Anforderungen an eine zielgruppenorientierte Wissenschaftskommunikation

Die internationale Fachtagung "SciCom09" widmet sich den AkteurInnen und Zielgruppen in der Wissenschaftskommunikation und sucht nach erfolgreichen Maßnahmen und Formaten.

Vom 16. bis 17. November 2009 bietet die SciCom auch in diesem Jahr wieder ein Forum, um aktuelle und spannende Fragen rund um das Thema Wissenschaftskommunikation zu veranschaulichen und zu diskutieren.

Das Hauptanliegen der SciCom09 ist es, sämtliche AkteurInnen der Wissenschaftskommunikation an einen Tisch zu bringen, um einen interprofessionellen und transdisziplinären Austausch zu gewährleisten. Die TeilnehmerInnen werden zwei Tage Zeit finden über die unterschiedlichen Zugänge, Positionen und Problemstellungen in der Wissenschaftskommunikation zu diskutieren, die bestehenden Methoden und Formate der Kommunikationsmaßnahmen zu vergleichen und schließlich konkrete Vorschläge zur Gestaltung effektiver Maßnahmen herauszuarbeiten. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Maßnahmen und Formate für Kinder und Jugendliche gelegt.

Die Fachtagung richtet sich an ForscherInnen aller Disziplinen, WissenschaftskommunikatorInnen, PR-Beauftragte der Universitäten und Forschungseinrichtungen, VertreterInnen von Medien, Bildungseinrichtungen (Schulen, Erwachsenenbildung, Museen, etc.) und Förderinstitutionen, Studierende aller Fachrichtungen sowie all jene Personen, die sich im Spannungsfeld zwischen Forschung, Medien, Bildungs- und Kulturarbeit bewegen. 

Schwerpunktthemen im Detail:

1. Maßnahmen und Formate der Wissenschaftskommunikation
Dieser Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit den diversen Formaten und Maßnahmen der Wissenschaftskommunikation, die auf dem nationalen und internationalen Parkett auftreten und je nach Zielgruppenorientierung erfolgreich von den diversen Öffentlichkeiten angenommen oder abgelehnt werden. Die wesentlichen Fragen, die hier auftreten sind: Welche Maßnahmen oder Formate konnten sich in der Vergangenheit bewähren? Was sind die jeweiligen Kriterien für Erfolg und Misserfolg von Vermittlungsstrategien?

2. Zielgruppen der Wissenschaftskommunikation mit dem Subschwerpunkt Kinder und Jugendliche
Diesem Themenblock wird große Bedeutung beigemessen. Bevor man beginnt Wissen zu transferieren, muss man sich über seine eigentliche Zielgruppe im Klaren sein und die Fähigkeit haben, sich in diese hineinzufühlen. Wesentliche Fragestellungen diesbezüglich sind: Was kommt bei wem wie an? Wer will welche Themen? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Zielgruppen um: aufklärend, erlebnisorientiert, partizipativ, dialogisierend, geschlechterspezifisch?

3. Akteurinnen und Akteure der Wissenschaftskommunikation und deren Interessen
Welche Interessen und Ziele werden von welchen professionellen AkteurInnen der Wissenschaftskommunikation vertreten? Welche systemimmanenten Regeln stehen hinter diesen Interessen und erschweren bzw. ermöglichen welche Kommunikationsprozesse zwischen den Beteiligten? Vergleichbar ist die Arbeit von WissenschaftskommunikatorInnen mit jenen Personen, die in der Telefonvermittlung tätig sind: Wenn die Vermittlung nicht richtig durchstellt, haben wir niemanden am anderen Ende der Leitung und die Informationsübertragung wird somit nicht funktionieren.