Berechtigte Information oder mediale Inszenierung?
Risikokommunikation im Spannungsfeld der Interessen
Die internationale Fachtagung SciCom10 widmet sich den AkteurInnen der Risikokommunikation im Spannungsfeld ihrer spezifischen Interessen und der Kommunikation von ethisch sensibler wissenschaftlicher Forschung zwischen Dramatisierung und Beschwichtigung
Vom 10.-12. November 2010 bietet die SciCom auch in diesem Jahr wieder ein internationales Forum, um aktuelle und spannende Fragen rund um das Thema Wissenschaftskommunikation zu veranschaulichen und zu diskutieren. Die Tagung wurde durch die Wiener Agentur für Wissenschaftskommunikation science2public initiiert und in Kooperation mit dem Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (IFF Wien) und Uni.PR – Verein zur Förderung der Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Universitäten realisiert.
Das Hauptanliegen der SciCom10 ist, die AkteurInnen der Risiko- und Krisenkommunikation an einen Tisch zu bringen, um einen interprofessionellen und transdisziplinären Austausch zu gewährleisten. Die TeilnehmerInnen werden drei Tage Zeit finden, um u.a. über die Aufbereitung ethisch sensibler wissenschaftlicher Forschung in den Medien zu diskutieren, über die verschiedenen Interessen, Faktoren und Wertvorstellungen, die Risikokommunikation beeinflussen, zu reflektieren und die damit verbundenen Interessenskonstellationen zu analysieren.
Schwerpunktthemen 2010
Die Diskussionen rund um die mediale Aufbereitung der Schweinegrippe
und
den Tierversuchen der Medizinischen Universität Innsbruck in den
Tiroler Bergen geben Anlass, den Schwerpunkt in diesem Jahr auf Risiko- und Krisenkommunikation zu legen.
Insbesondere sollen folgende Themen behandelt werden:
(1) AkteurInnen der Risikokommunikation
im Spannungsfeld ihrer Interessen
Welche Interessen verfolgen welche AkteurInnen bzw. Gruppen
(Ethikkommissionen,
Medien, Politik, Wirtschaft bzw. Industrie, NGOs, die
WissenschafterInnen,
deren Forschungseinrichtungen etc.)? Wie steht dem Recht der
Bevölkerung auf
Information der Schutz ebendieser vor Panikmache gegenüber (Stichwort
Schweinegrippe)? Welche Interessen fördern bzw. verhindern eine
adäquate Krisenkommunikation? Welche Rolle übernehmen hierbei m
Spannungsfeld von Dramatisierung und Beschwichtigung die Medien, die
WissenschafterInnen, die Politik, die Wirtschaft und die
Zivilgesellschaft?
(2) Kommunikation ethisch sensibler wissenschaftlicher Forschung
Wie und wo werden
ethisch sensible und gesellschaftlich heftig diskutierte
wissenschaftliche
Inhalte und Themen kommuniziert? Wie „wissenschaftlich" ist
Risikokommunikation? Wie und was darf bzw. soll über
umstrittene Themen und Katastrophen aus wissenschaftlicher Sicht wo
kommuniziert werden (Tierversuche, Stammzellenforschung,
Gentechnologie,
Doping, Nahrungsmittelsicherheit, Klimaforschung, Naturkatastrophen,
Technikfolgen etc.)? Welchen Stellenwert haben hierbei ethische und
politische Aspekte? Welchen haben soziale Netzwerke wie Facebook und
Twitter als breite
Kommunikationsmittel mit rasanter unkontrollierbarer Eigendynamik?
Zielgruppen
Die Tagung richtet sich in erster Linie an ForscherInnen aller wissenschaftlicher Disziplinen, WissenschaftskommunikatorInnen, PR-Beauftragte der Universitäten und Forschungseinrichtungen, VertreterInnen von Medien und Förderinstitutionen, Studierende sowie all jene Personen, die sich im Schnittpunkt zwischen Forschung, Medien, Bildungs- und Kulturarbeit bewegen.







